liebe eltern,
ich verstehe, dass ihr euch sorgen macht um die zukunft eurer kinder.
ABER
1. ein grundvertrauen in die fähigkeiten eurer kinder wäre hilfreich für alle - die kinder, die beteiligten an deren ausbildung, euch selbst.
2. die medien mögen behauptet, das abitur sei lebenselixier und einzige überlebensgarantie. das stimmt nicht. ein selbststbewusstes, fröhliches wesen, das sich selbst gut einschätzen kann und erfahren hat, dass sich aufwand und mühe lohnen, wird es auch ohne abitur schaffen, in unserer welt zu überleben - und zwar gut, sprich zufrieden und glücklich.
3. lehrer mit füßen zu treten führt nicht automatisch zu besseren schulleistung eurer kinder.
grundvoraussetzung für eine echte, also freundliche zusammenarbeit mit der schule im sinne der kinder ist - aus sicht der lehrer:
1. ein höflicher umgangston, auch dann, wenn man kritik üben möchte - was ja nun wirklich nicht selten auch eine berechtigung hat.
2. ein ehrlicher blick auf das eigene kind - jeder mensch hat stärken und schwächen, auch das eigene kind.
3. das bewusstsein, dass man das eigene kind zwar gut kennt, es sich aber in der schule in einer völlig anderen umgebung befindet - und es sehr gut möglich ist, dass es sich dort auch anders verhält als zuhause.
4. kinder lügen: und zwar aus den unertschiedlichsten gründen. manchmal einfach, weil sie sich einen vorteil davon verspreche. oft aber auch, weil sie keinen andern ausweg aus einer situation sehen, der sie nicht gewachsen sind. ein beispiel dafür kann der - bewusst oder unbuwsst - ausgeübte druck der eltern sein. dieser beruht meist auf besorgnis, ist also nicht böse gemeint, ganz im gegenteil. er führt trotzdem nicht selten dazu, dass die kinder daheim genau das erzählen, von dem sie wissen, dass es die eltern hören wollen. dann sind die lehrer schnell einmal an den schlechten noten schuld, weil sie nicht erklären können, nur schimpfen, einen nicht mögen, gemein sind, etc., etc. ... - ich verstehe die kinder in dieser situation dann sehr viel besser, als die eltern. kinder sind oft in zwangssituationen, hin und hergerissen zwischen den erwartungen der besorgen und/oder ehrgeizigen eltern, und der angst, diese nicht erfüllen zu können. elternliebe ist in kinderaugen oft nicht ganz so bedingungslos, wie sie es im grunde ist oder sein sollte.
meine bitte also, liebe eltern:
1. seid ehrlich zu euch und euren kindern. gebt ihnen die chance, das zu sein, was sie sind, und nicht das, was ihr euch wünscht, um eure ängste und sorgen in den griff zu kriegen.
2. behandelt uns lehrer mit etwas mehr freundlichkeit und misstraut uns nicht, bevor ihr nicht mit jeden einzelen von uns eine entsprechend schlechte erfahrung gemacht habt.
ich habe nämlich - eigentlich - keine lust, im laufe der zeit die einzige waffe aufzurüsten, die ich habe, um mich zu wehren, wenn mich jemand als charakterlos und verlogen beschimpft, weil die tochter eine 5 nach hause gebracht hat, anzuwenden, nämlich die, dass ich mir in jeder sekunde meiner eigenen bildung und intelligenz so bewusst bin, dass ihr alle mir als klein, dümmlich und unbedeutend erscheint.
wenn ich aber allzu oft unfairen angriffen ausgesetzt bin, weil euch jeder respekt und jede menschlichkeit im angesichts des lehrers abhanden kommt (aus welchen - mehr oder weniger verständlichen gründen auch immer), dann passiert das irgendwann - denn: ich liebe meinen beruf und ich mag eure kinder. ich möchte auch weiterhin an deren ausbildung beteiligt sein, und wenn das bedeutet, mich euch eltern überlegen zu fühlen und mit einer gewissen arroganz auf euch herabzusehen, weil ich es anders nicht ertrage, dann werde ich das tun.
mir und euern kindern zuliebe.
ob ihr es glaubt oder nicht.
Donnerstag, 16. Februar 2012
Sonntag, 15. Januar 2012
die anderen und die geduld
gerade liege ich auf dem sofa und (lese und) denke (dann).
da geht mir durch den kopf, dass es ein interessantes phänomen ist - das mit 'den anderen'.
herleitung:
babys haben ja zunächst keine wahrnehmung vom unterschied zwischen 'ich" und 'andere". irgendwann im frühen kindesalter entwickeln sie dann eine 'ich"-wahrnehmung, werden sich also der tatsache bewusst, dass da ein unterschied besteht.
und dann verbringt man seine kindheit in einer recht harmonischen welt: man beurteilt sich und andere ungefähr ähnlich, wobei man - gesunderweise - dem 'ich' ein bisschen freundlicher gegenüber steht als dem 'anderen'. (so in der art: wenn ich den teddy vom anderen will und ihn mir nehme, ist das ok, umgekehrt geht das aber gar nicht! ;-) )
weiterführung:
im laufe des erwachsenwerdens, beginnend in der (allseits beliebten) pubertät, fängt man dann damit an, das 'ich' und das 'andere' mit zweiterlei maß zu messen. meiner ansicht nach gibt es da zwei richtungen:
1. man stellt das 'ich' ins zentrum der welt. alles hat sich - was wünsche, bewertung und entscheidungen angeht - um dieses zu drehen. daraus erwächst dann die tendenz, sich selbst geduldiger und nachsichtiger gegenübers zu stehen als den anderen.
2. man stellt das 'ich' neben die mitte. es dreht sich um die anderen. daraus erwächst dann die tendenz, andere mit nachsicht und egduld zu betrachten - bis zu einem gewissen grade, wenn alles gut geht (in extremen übermaß, wenn ewtas schief geht/gegangen ist) - sich selbst aber mit deutlich strengeren augen zu betrachten.
nicht nur heute auf dem sofa liegend stelle ich fest: im laufe meines lebens - und ich kann mich verhältnismäßig weit zurück erinnern - habe ich mich immer weiter von der mitte entfernt. das bedeutet, dass sich in "meiner" mitte inzwischen eine menge 'anderer" befinden, um die ich mich mit geduld und nachricht drehen kann. mein eigenes 'ich' aber hat strenge regeln zu befolgen. sonst find ich es nicht mehr so ok.
fragen:
1. warum entwickeln wir uns im laufe des lebens weg von einem - meiner ansicht nach - gesunden verhältnis von 'ich' und 'anderen', in dem wir beide gleich fair (oder manchmal unfair) behandeln, mit einem gesunden maß an selbstliebe? (kinder können schließlich auch an andere denken, nachsicht üben, verzichten, um anderen eine freunde machen, etc., sind also keineswegs reine egoisten (im klassichen sinne)!)
2. neigen wir zu extremen? die heutige gesellschaft scheint mir die ich-zentrierung zu propagieren. kommt es daher, dass wir entweder extrem "ego-zentrisch" werden oder - als gegenbewegung - extrem "ego-unzentrisch"?
3. wie kann es sein, dass das egozentrische verhalten zwar gefördert wird (als bespiele möchte ich anführen: förderung extremen konkurrenzdenkens (getarnt als förderung von leistungsbereitschaft... zum beispiel in der schule), förderung von ellenbogenmetalität, die zum erfolg führt, gesellschaftspolitisch: teilweise miserable gehälter in berufen im sozialen (helfenden) bereich, unmoralisch hohe bezahlung für machtpositionen in ploitik und wirtschaft.
andererseits wirkt die erziehung dahingehend, dass kindern beigebracht wird, sich nicht zu wehren (ja, ihr lest richtig: sich nicht zu wehren!), wenn ihnen unrecht geschieht (was zu mehr missbrauch, mehr mobbing und in folge dessen mehr gewalt führt, weil es kein gesundes maß mehr gibt - auf beiden seiten nicht). darüber hinaus wird - in der öffentlichkeit - sozial orientiertes verhalten positiv bewertet, aber gleichzeitig abgewertet, indem es als im grunde unvernünftig dargestellt wird. (im sinne von: "das ist ja schon nett, aber das bringt dir doch nichts, wenn du dich für andere einsetzt. damit verdient man nichts. du wirst nur ausgenutzt. etc...).
fazit (in fragen):
was ist los?
ist das normale entwicklung oder ist es erziehung?
ist das wirklich gut so?
was lassen wir da mit uns machen?
lassen wir das mit uns machen?
warum tun wir das den kindern an?
was kann man dagegen tun?
will man etwas dagegen tun?
in der erziehung...
in der schule...
im umgang mit anderen...
und im umgang mit sich selbst...
zusatz:
die aussage finde ich wahr und traurig und sehe sie in einem gewissen zusammenhang mit dem oben überlegten... und komme zu dem schluss, dass es vielleicht gut wäre, wir würden wieder öfter unter unsere betten gucken... oder?
da geht mir durch den kopf, dass es ein interessantes phänomen ist - das mit 'den anderen'.
herleitung:
babys haben ja zunächst keine wahrnehmung vom unterschied zwischen 'ich" und 'andere". irgendwann im frühen kindesalter entwickeln sie dann eine 'ich"-wahrnehmung, werden sich also der tatsache bewusst, dass da ein unterschied besteht.
und dann verbringt man seine kindheit in einer recht harmonischen welt: man beurteilt sich und andere ungefähr ähnlich, wobei man - gesunderweise - dem 'ich' ein bisschen freundlicher gegenüber steht als dem 'anderen'. (so in der art: wenn ich den teddy vom anderen will und ihn mir nehme, ist das ok, umgekehrt geht das aber gar nicht! ;-) )
weiterführung:
im laufe des erwachsenwerdens, beginnend in der (allseits beliebten) pubertät, fängt man dann damit an, das 'ich' und das 'andere' mit zweiterlei maß zu messen. meiner ansicht nach gibt es da zwei richtungen:
1. man stellt das 'ich' ins zentrum der welt. alles hat sich - was wünsche, bewertung und entscheidungen angeht - um dieses zu drehen. daraus erwächst dann die tendenz, sich selbst geduldiger und nachsichtiger gegenübers zu stehen als den anderen.
2. man stellt das 'ich' neben die mitte. es dreht sich um die anderen. daraus erwächst dann die tendenz, andere mit nachsicht und egduld zu betrachten - bis zu einem gewissen grade, wenn alles gut geht (in extremen übermaß, wenn ewtas schief geht/gegangen ist) - sich selbst aber mit deutlich strengeren augen zu betrachten.
nicht nur heute auf dem sofa liegend stelle ich fest: im laufe meines lebens - und ich kann mich verhältnismäßig weit zurück erinnern - habe ich mich immer weiter von der mitte entfernt. das bedeutet, dass sich in "meiner" mitte inzwischen eine menge 'anderer" befinden, um die ich mich mit geduld und nachricht drehen kann. mein eigenes 'ich' aber hat strenge regeln zu befolgen. sonst find ich es nicht mehr so ok.
fragen:
1. warum entwickeln wir uns im laufe des lebens weg von einem - meiner ansicht nach - gesunden verhältnis von 'ich' und 'anderen', in dem wir beide gleich fair (oder manchmal unfair) behandeln, mit einem gesunden maß an selbstliebe? (kinder können schließlich auch an andere denken, nachsicht üben, verzichten, um anderen eine freunde machen, etc., sind also keineswegs reine egoisten (im klassichen sinne)!)
2. neigen wir zu extremen? die heutige gesellschaft scheint mir die ich-zentrierung zu propagieren. kommt es daher, dass wir entweder extrem "ego-zentrisch" werden oder - als gegenbewegung - extrem "ego-unzentrisch"?
3. wie kann es sein, dass das egozentrische verhalten zwar gefördert wird (als bespiele möchte ich anführen: förderung extremen konkurrenzdenkens (getarnt als förderung von leistungsbereitschaft... zum beispiel in der schule), förderung von ellenbogenmetalität, die zum erfolg führt, gesellschaftspolitisch: teilweise miserable gehälter in berufen im sozialen (helfenden) bereich, unmoralisch hohe bezahlung für machtpositionen in ploitik und wirtschaft.
andererseits wirkt die erziehung dahingehend, dass kindern beigebracht wird, sich nicht zu wehren (ja, ihr lest richtig: sich nicht zu wehren!), wenn ihnen unrecht geschieht (was zu mehr missbrauch, mehr mobbing und in folge dessen mehr gewalt führt, weil es kein gesundes maß mehr gibt - auf beiden seiten nicht). darüber hinaus wird - in der öffentlichkeit - sozial orientiertes verhalten positiv bewertet, aber gleichzeitig abgewertet, indem es als im grunde unvernünftig dargestellt wird. (im sinne von: "das ist ja schon nett, aber das bringt dir doch nichts, wenn du dich für andere einsetzt. damit verdient man nichts. du wirst nur ausgenutzt. etc...).
fazit (in fragen):
was ist los?
ist das normale entwicklung oder ist es erziehung?
ist das wirklich gut so?
was lassen wir da mit uns machen?
lassen wir das mit uns machen?
warum tun wir das den kindern an?
was kann man dagegen tun?
will man etwas dagegen tun?
in der erziehung...
in der schule...
im umgang mit anderen...
und im umgang mit sich selbst...
zusatz:
die aussage finde ich wahr und traurig und sehe sie in einem gewissen zusammenhang mit dem oben überlegten... und komme zu dem schluss, dass es vielleicht gut wäre, wir würden wieder öfter unter unsere betten gucken... oder?
Freitag, 11. November 2011
geschlechterrollenkonflikttriggeritis?
dass das geschlecht - das eigene und das des gegenüber - wahrnehmung, verhalten, reaktion beeinflussen scheint unbestritten. interessant finde ich immer wieder, wie unterschiedlich die eben diese reaktionen aufgrund völlig unterschiedlicher selbst- und fremdwahrnehmung ist.
so sprach ich heute aufgrund eines konfliktfalles in der arbeit mit einer kollegin, die sich - auch meiner ansicht nach keineswegs zu unrecht - sehr über einen kollegen ärgerte, der ziemlich aggressiv auf eine meinungsverschiedenheit reagiert hatte. sie hatte mich angesprochen, weil sie wusste, dass auch ich schon in ähnliche situationen mit eben diesem kollegen geraten war.
interessant fand ich nun folgendes:
ich hatte das aggressive verhalten in situationen, in welchen ihm ein mehr oder weniger sachlicher vorwurf gemacht wurde, als defensives verhalten gewertet und vermute - auch weiterhin - dass es vor allem mit einem seit (buchstäblich) jahren sehr hohen stresslevel (privat und/oder beruflich?) zusammenhängt, dass er auf kritik aggressiv abwehrend reagiert. ich hatte mir über den einfluss seiens und meiens geschelchts auf diese situationene niemals gedanken gemacht. irgednwie bin ichdarauf gar nciht gekommen.
die kollegin nun, die keineswegs ein "mäuschen" (mit gender-verfolgungswahn) ist, hatte nun in einem gewissen gegensatz dazu schnell die idee, dass das verhalten des kollegen eventuell auch (!) mit einem problem mit frauen zu tun haben könnte. das könnte schons ein, denke ich, aber im grudne habe ich (noch?) miene meineung dazu - einfach, weil ich darüber noch nie nachgedacht habe.
und das finde ich interessant an der sache: nicht, dass kollegen und kolleginnen in konflikte geraten, auch weil jeder eine bestimmte perspektive auf das jeweils andere geschecht hat, woraus - vermutlich zumeist unbewusst - bestimmte denk- und verhaltensmuster hervorgehen, verblüfft mich. das ist ja nun wirklich nichts neues.
verblüfft hat mich, dass ich selbst darüber nicht einmal ansatzweise nachgedacht hatte - also, dass besagter kollege eventuell auch deshalb so aggressiv auf mich und bestimmte verhaltensweisen, die ich an den tag lege, reagiert haben könnte, weil (!) ich eine frau bin... die sich eventuell nicht ganz seinen erwartungen entsprechend verhält (was die kollegin und ich möglicherweise bis zu einem gewissen grade gemeinsam haben).

warum komme ich auf so etwas nicht? (ob es nun sinnvoll, aussagekräftig, hilfreich ist oder nicht, soll einmal dahingestellt bleiben.) was sagt diese "nicht-inbetracht-ziehung" der geschlechterrollen über mich aus? eine oder mehrere überlegungen wert ist diese frage schon, finde ich. "faszinierend!", hätte mr spock vielleicht gesagt. ;-)
so sprach ich heute aufgrund eines konfliktfalles in der arbeit mit einer kollegin, die sich - auch meiner ansicht nach keineswegs zu unrecht - sehr über einen kollegen ärgerte, der ziemlich aggressiv auf eine meinungsverschiedenheit reagiert hatte. sie hatte mich angesprochen, weil sie wusste, dass auch ich schon in ähnliche situationen mit eben diesem kollegen geraten war.
interessant fand ich nun folgendes:
ich hatte das aggressive verhalten in situationen, in welchen ihm ein mehr oder weniger sachlicher vorwurf gemacht wurde, als defensives verhalten gewertet und vermute - auch weiterhin - dass es vor allem mit einem seit (buchstäblich) jahren sehr hohen stresslevel (privat und/oder beruflich?) zusammenhängt, dass er auf kritik aggressiv abwehrend reagiert. ich hatte mir über den einfluss seiens und meiens geschelchts auf diese situationene niemals gedanken gemacht. irgednwie bin ichdarauf gar nciht gekommen.
die kollegin nun, die keineswegs ein "mäuschen" (mit gender-verfolgungswahn) ist, hatte nun in einem gewissen gegensatz dazu schnell die idee, dass das verhalten des kollegen eventuell auch (!) mit einem problem mit frauen zu tun haben könnte. das könnte schons ein, denke ich, aber im grudne habe ich (noch?) miene meineung dazu - einfach, weil ich darüber noch nie nachgedacht habe.
und das finde ich interessant an der sache: nicht, dass kollegen und kolleginnen in konflikte geraten, auch weil jeder eine bestimmte perspektive auf das jeweils andere geschecht hat, woraus - vermutlich zumeist unbewusst - bestimmte denk- und verhaltensmuster hervorgehen, verblüfft mich. das ist ja nun wirklich nichts neues.
verblüfft hat mich, dass ich selbst darüber nicht einmal ansatzweise nachgedacht hatte - also, dass besagter kollege eventuell auch deshalb so aggressiv auf mich und bestimmte verhaltensweisen, die ich an den tag lege, reagiert haben könnte, weil (!) ich eine frau bin... die sich eventuell nicht ganz seinen erwartungen entsprechend verhält (was die kollegin und ich möglicherweise bis zu einem gewissen grade gemeinsam haben).

warum komme ich auf so etwas nicht? (ob es nun sinnvoll, aussagekräftig, hilfreich ist oder nicht, soll einmal dahingestellt bleiben.) was sagt diese "nicht-inbetracht-ziehung" der geschlechterrollen über mich aus? eine oder mehrere überlegungen wert ist diese frage schon, finde ich. "faszinierend!", hätte mr spock vielleicht gesagt. ;-)
Montag, 8. August 2011
der spieler
ein eintrag in einem anderen blog - diesem - über glück und hamster und irgendwie darüber, was das leben für jeden bereit hält, oder eben nicht, macht mich seit tagen nachdenklich. und da stolpere ich heute über einen ziemlich alten country-song, den ich aus meiner kindheit kenne, auch wenn ich mich an den text naürlich nicht erinnert habe. kenny rogers' "The Gambler".
(man mag über country denken, was man will - manchmal finden sich da weise worte...)
die beiden ausschnitte, über die es sich - meine ansicht nach - nachzudenken lohnt:
und der refrain:
ich finde, es ist sehr viel dran an dem gedanken, dass man einerseits lernen muss, im richtigen moment festzuhalten und im richtigen moment loszulassen. und vor allem daran, dass alles, was das leben einem bringt, fluch und geschenk ist. letztlich kommt es doch auf einen selbst an...
(man mag über country denken, was man will - manchmal finden sich da weise worte...)
die beiden ausschnitte, über die es sich - meine ansicht nach - nachzudenken lohnt:
Every gambler knows that the secret to survivin'
Is knowin' what to throw away and knowing what to keep
'Cause every hand's a winner and every hand's a loser
And the best that you can hope for is to die in your sleep
Is knowin' what to throw away and knowing what to keep
'Cause every hand's a winner and every hand's a loser
And the best that you can hope for is to die in your sleep
und der refrain:
You got to know when to hold 'em, know when to fold 'em
Know when to walk away and know when to run
You never count your money when you're sittin' at the table
There'll be time enough for countin' when the dealing's done
Know when to walk away and know when to run
You never count your money when you're sittin' at the table
There'll be time enough for countin' when the dealing's done
'cause: If you're gonna play the game, boy, you gotta learn to play it right
Montag, 1. August 2011
Balance
ein nicht allzu neuer gedanke dürfte sein, dass balance eine hilfreiche sache ist - beim (seil)tanzen, reiten, sport im allgemeinen, beim geradeaus laufen, klettern... und im leben. im innern also. die philosophie möchte - in (beinahe) jeder kultur, zu (beinahe) jeder zeit geist und körper in einen balancezustand - in einklang - bringen - die fernöstlichen kulturen noch durchgehender und konsequenter, aber auch "unsere" philosophie(n) hat/haben immer wieder nach so etwas ausschau gehalten, nach wegen gesucht.
angesichts eines ausgesprochen drastischen aus-dem-gleichgewicht-(da)seins fühlte sich meine philosophische ader offenbar dazu provoziert, sich darüber gedanken zu machen (und diese dann auch noch öffentlich zu äußern), was denn nun solch eine balance im leben, alltag, in seele und geist, sein könnte. entstanden ist eine ungeordnete liste, die gekürzt, erweitert, kommentiert werden möchte.
balance ist (?):
1. ausgeglichenheit.
2. gleichmut
3. gelassenheit
4. duldsamkeit
5. kämpfen
6. weitsicht
7. im augenblick leben
8. loslassen
9. bewegung
10. schwerpunkte legen
11. konzentration
12. zufriedenheit
wie nun all diese dinge/ideen/zustände zu erreichen wären, ist eine weitere und andere frage, die der antwort(en) harrt...
...und eventuell in zusammenhang gebracht werden könnte/möchte/sollte (?) mit einem anderen - auswärtigen - blogeintrag: nämlich diesem: "The Bucket List", zu finden auf:
http://www.was-treibt-anke-so.blogspot.com/
angesichts eines ausgesprochen drastischen aus-dem-gleichgewicht-(da)seins fühlte sich meine philosophische ader offenbar dazu provoziert, sich darüber gedanken zu machen (und diese dann auch noch öffentlich zu äußern), was denn nun solch eine balance im leben, alltag, in seele und geist, sein könnte. entstanden ist eine ungeordnete liste, die gekürzt, erweitert, kommentiert werden möchte.
balance ist (?):
1. ausgeglichenheit.
2. gleichmut
3. gelassenheit
4. duldsamkeit
5. kämpfen
6. weitsicht
7. im augenblick leben
8. loslassen
9. bewegung
10. schwerpunkte legen
11. konzentration
12. zufriedenheit
wie nun all diese dinge/ideen/zustände zu erreichen wären, ist eine weitere und andere frage, die der antwort(en) harrt...
...und eventuell in zusammenhang gebracht werden könnte/möchte/sollte (?) mit einem anderen - auswärtigen - blogeintrag: nämlich diesem: "The Bucket List", zu finden auf:
http://www.was-treibt-anke-so.blogspot.com/
Mittwoch, 6. Juli 2011
schönheit... oder: alles ist relativ?
ich weiß nicht so genau, wie ich gerade jetzt (oder wann immer) darauf komme - vielleicht einfach, weil man sich (oder nur ich? wohl kaum...) dann und wann gedanken macht über so - relative - themen wie schönheit?
schönheit mag immer...
im auge des betrachters liegen?
mit dessen gefühlen sehr viel zu tun haben?
ebenso mit den gefühlen, der stimmung, der inneren verfassung des betrachteten?
mit dem augenblick?
geschmacksache sein?
die alten griechen hielten schönheit für etwas absolutes - keineswegs für relativ also - und stehen damit mit ihrer auffassung in einem diametralen gegensatz zu unsere heutigen wahrnehmung. schönheit war mit tugend völlig unabdingbar verbunden. wer schön war, galt als tugendhaft. und umgekehrt. für uns ist das heute wohl kaum noch nachvollziehbar. denn...
schönheit ist vergänglich.
schönheit ist schöner schein.
schönheit und innere werte haben nichts miteinander zu tun.
würde man doch sagen, oder?
und dennoch haben es schöne menschen leichter in unserer gesellschaft, das hat irgend jemand mal bewiesen. weil wir sie für vertrauenswürdiger und leistungsfähiger halten als nicht so schöne menschen. und das, obwohl schönheit doch so relativ ist? seltsam...
naja, jedenfalls.
wie immer man sich selbst einordnet.
als schön.
als hübsch.
als attraktiv.
als akzeptabel.
als geschmacksache.
als gegenteil von all dem.
wovon hängt das ab?
wie uns die anderen sehen?
oder nicht?
schönheit mag immer...
im auge des betrachters liegen?
mit dessen gefühlen sehr viel zu tun haben?
ebenso mit den gefühlen, der stimmung, der inneren verfassung des betrachteten?
mit dem augenblick?
geschmacksache sein?
die alten griechen hielten schönheit für etwas absolutes - keineswegs für relativ also - und stehen damit mit ihrer auffassung in einem diametralen gegensatz zu unsere heutigen wahrnehmung. schönheit war mit tugend völlig unabdingbar verbunden. wer schön war, galt als tugendhaft. und umgekehrt. für uns ist das heute wohl kaum noch nachvollziehbar. denn...
schönheit ist vergänglich.
schönheit ist schöner schein.
schönheit und innere werte haben nichts miteinander zu tun.
würde man doch sagen, oder?
und dennoch haben es schöne menschen leichter in unserer gesellschaft, das hat irgend jemand mal bewiesen. weil wir sie für vertrauenswürdiger und leistungsfähiger halten als nicht so schöne menschen. und das, obwohl schönheit doch so relativ ist? seltsam...
naja, jedenfalls.
wie immer man sich selbst einordnet.
als schön.
als hübsch.
als attraktiv.
als akzeptabel.
als geschmacksache.
als gegenteil von all dem.
wovon hängt das ab?
wie uns die anderen sehen?
oder nicht?
Sonntag, 19. Juni 2011
ist der listige nordwind nie zufrieden?
warum nur, fragte ich mich von zeit zu zeit, ist es so, dass das leben zufriedenstellend sein kann, ohne einen aber je zur ruhe kommen zu lassen.
zufriedenheit im alltag, freude an den kleine dingen sei das ziel, denn das große glück sei auf dauer ohnehin unerträglich.
wer von freundlichen menschen in genügender zahl umgeben ist,
wer eine arbeit hat, die er liebt (oder die ihn wenigstens nicht aufreibt und völlig erschöpft),
wer keine materielle not leidet und genügend sicherheit findet,
wer freizeitbeschäftgungen hat, die ausgleich und vergnügen sind,
wer sinn im einen oder anderen sieht, das er tut,
wer sich intensiv mit dingen beschäftigt,
wer sich weiterzuentwickeln in der lage ist und gelegenheit bekommt,
wer ab und an neues in sein leben einlässt,
der sollte zufrieden sein können, manch einer philosophie zufolge sogar glücklich (was immer eine frage der begriffsdefinition ist).
warum also...
warum die unruhe im innern?
warum die lauernden zweifel?
warum die wanderlust?
warum die unsteten gedanken, die sehnsucht - unbestimmt zu zeiten - nach irgend etwas...?
ist es die ahnung der wahrheit in der aussage, es lebe nur wirklich, wer sich bewegt, wer im fluss bleibt?
aber gilt das wirklich für jeden?
ich habe zweifel daran.
eine antwort auf die frage nach der wahrheit habe ich noch nicht gefunden. werde ich es je? gibt es eine einzige antwort auf diese frage überhaupt?
oder gibt es zwei?
eine für die städter, die sesshaften, die felsen in der brandung.
eine für die flusspiraten, die zigeuner, die unsteten wanderer.
zufriedenheit im alltag, freude an den kleine dingen sei das ziel, denn das große glück sei auf dauer ohnehin unerträglich.
wer von freundlichen menschen in genügender zahl umgeben ist,
wer eine arbeit hat, die er liebt (oder die ihn wenigstens nicht aufreibt und völlig erschöpft),
wer keine materielle not leidet und genügend sicherheit findet,
wer freizeitbeschäftgungen hat, die ausgleich und vergnügen sind,
wer sinn im einen oder anderen sieht, das er tut,
wer sich intensiv mit dingen beschäftigt,
wer sich weiterzuentwickeln in der lage ist und gelegenheit bekommt,
wer ab und an neues in sein leben einlässt,
der sollte zufrieden sein können, manch einer philosophie zufolge sogar glücklich (was immer eine frage der begriffsdefinition ist).
warum also...
warum die unruhe im innern?
warum die lauernden zweifel?
warum die wanderlust?
warum die unsteten gedanken, die sehnsucht - unbestimmt zu zeiten - nach irgend etwas...?
ist es die ahnung der wahrheit in der aussage, es lebe nur wirklich, wer sich bewegt, wer im fluss bleibt?
aber gilt das wirklich für jeden?
ich habe zweifel daran.
eine antwort auf die frage nach der wahrheit habe ich noch nicht gefunden. werde ich es je? gibt es eine einzige antwort auf diese frage überhaupt?
oder gibt es zwei?
eine für die städter, die sesshaften, die felsen in der brandung.
eine für die flusspiraten, die zigeuner, die unsteten wanderer.
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